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Jahrelang hatte sie sich mit dem schwierigen
Thema Porträt befasst. Nach der letzten Ausstellung – „Hansetische
Porträts“ im Frühjahr 2006 - gab es einen klaren Entschluss:
„Ich lass das mal für eine Weile. Ich merke, bei der Suche
nach Lebensspuren in menschlichen Gesichtern werde ich zu pingelig, zu
detailverliebt. Ich hab das Gefühl, den Schwung zu verlieren. Ab
sofort male ich Schafe.“ Tatsächlich hatte sich Barbara Focke ein wenig verliebt in die Wollknäuel auf vier dünnen Beinen, die bei ihr im ländlichen Mecklenburg über den Zaun blickten. Die sehen ja alle anders aus und haben ganz unterschiedliche Gesichter. Ein Thema war gefunden, das sie nun schon über ein Jahr beschäftigt. Doch es ging ihr gar nicht um die Darstellung der liebenswürdigen Schafsköpfe. Es ging ihr um eine Projektionsfläche für malerische und farbliche Experimente. ...weiter im Katalogtext der Austellung 2007 > |