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Katalogtext zur Ausstellung 2007

Nicht eine Sekunde lang interessierte sich die Malerin für die Frage, ob Schafe blau oder grün sein dürfen, auch wenn sie nicht in der Werbung auftreten. Sie wollte Farbe pur, das bedeutete: intensiv und vielschichtig. Bis zu 20 Farbschichten pinselte sie mal lasierend, mal deckend übereinander um zu dem Grün, dem einen Gelb zu gelangen, das ihr vorschwebte.

Das ist am besten an den ins Monochrome strebenden Bildern zu sehen, bei denen die Form sich wiederholt, um nicht abzulenken von den Farbspielen. Das spielt aber auch in den Mehrpersonenstücken eine wichtige Rolle, in denen nun – Konzept hin Malerei her – die Individualität der Schafsköpfe ebenso eindrucksvoll wie amüsant sich darstellt. Die Malerin hat ihnen allen Namen gegeben – sie heißen Nora oder Abigail, Reynold oder Violetta. Und so ist Barbara Focke auf einem kleinen kreativen Umweg doch wieder beim Porträt gelandet. Was in dieser Ausstellung eindrucksvoll zu besichtigen ist.

Und warum Magic Sheep? „Ich weiß auch nicht, sagt die Künstlerin. Irgendwie blickten mich die Schafsgesichter so menschlich an, dass es magisch-märchenhafte Momente gab. Aber das soll jeder selbst entscheiden, ob er das nachempfinden kann. Vielleicht findet das mancher albern. Oder jemand freut sich an der Wucht der Farben. Das ist mir auch recht.“ hs


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